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Lesung und Buchvorstellung
"Die Geschichte des Breitscheider Flugplatzes"
Am 8. September um 20.00 Uhr
Die fast 75-jährige Geschichte des Breitscheider Flugplatzes wird jetzt erstmals in einer Broschüre auf 48 Seiten dokumentiert. Initiatior, Hauptautor und Projektleiter ist der in Breitscheid geborene Privatpilot Ulrich Thielmann (Neuhäusel). Er wurde bei seiner Arbeit ganz wesentlich unterstützt von den Co-Autoren Mario Isack (Hellenhahn) und Manfred Thielmann (Erdbach).
In ihrer Broschüre haben die Autoren bisher unbekannte historische Erkenntnisse zur Vorkriegs- und Kriegsgeschichte aufgezeichnet. Die Geschichte des Breitscheider Flugplatzes, der in 1936 von der Wehrmacht unter der Tarnbezeichnung "Musterviehweide" angelegt wurde, steht stellvertretend für viele andere Flugplätze in Deutschland.
Ebenfalls zur Vorbereitung des Kriegs wurden die benachbarten Flugplätze Lippe (heute Siegerland-Flughafen) und Ailertchen sowie die zu den Flugplätzen gehörenden Funkanlagen auf der Fuchskaute angelegt.
Der Feldflugplatz Breitscheid führte in den ersten Kriegsjahren ein eher beschauliches Dasein. Das änderte sich im September 1944, als die Alliierten immer näher an die deutschen Westgrenzen rückten und gleichzeitig die Bombenangriffe intensivierten.
Im September 1944 verlegte die Deutsche Luftwaffe 30 Höhenjäger vom Typ Me 109 nach Breitscheid, um von hier aus in den Luftkampf an der Westfront einzugreifen.
Intensive Recherchen von Mario Isack zur Kriegsgeschichte des Flugplatzes sowie die Befragung von Zeitzeugen und Recherchen von Manfred und Ulrich Thielmann führten zu den neuen Erkenntnissen. So werden nahezu alle lokalen Luftangriffe in der Dokumentation beschrieben. Der schlimmste, von US-Bomberverbänden geflogene Angriff, der dem Flugplatz galt, der aber die Dörfer Breitscheid und Gusternhain traf, ereignete sich am 11. März 1945.
Die 48 Seiten starke Dokumentation "Die Geschichte des Breitscheider Flugplatzes - Ehemaliger Einsatzhafen der Wehrmacht und heutiger Verkehrslandeplatz" umfasst jedoch nicht nur die Kriegsgeschichte des Flugplatzes. Ulrich Thielmann geht auch auf die Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg ein, stellt die fliegerische Entwicklung im ehemaligen Dillkreis vor und liefert Beschreibungen der damals in Breitscheid stationierten Flugzeuge. Darüber hinaus wird die wechselvolle Entwicklung des Flugplatzes nach dem 2. Weltkrieg beschrieben. Die Dokumentation ist dem in 2009 verstorbenen Nachkriegs-Motorflugpionier Richard Strieder (Mengerskirchen) gewidmet.
Am 8. September werden Ulrich Thielmann als auch die Co-Autoren ihr Werk vorstellen und ihren Verlag Schreibwerkstatt SCHRIFT:gut (Westernohe) präsentieren. Mittels eines Beamers sollen Bilder aus der Geschichte des Flugplatzes gezeigt werden.
Die 48-seitige Broschüre „Die Geschichte des Breitscheider Flugplatzes“ (gedruckt bei Weidenbach) kostet 9,50 €.
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