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Einladung zum Jubiläum der Buchhandlung Rübezahl
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Die Buchhandlung Rübezahl ist 25 Jahre
alt!
Sie hat dieses Jubiläum mit Ihnen gefeiert!
Mit sechs Veranstaltungen im Jahr 2003 haben wir unser Engagement
für gesellschaftliche Fragen betont, so wie wir es bereits
25 Jahre lang in vielen Veranstaltungen praktizieren.
Wir haben noch einmal fünf Autoren eingeladen, die in diesen
25 Jahren schon bei uns gelesen haben. Der Schwerpunkt in den Themen
ist die deutsche Geschichte.
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Unsere Jubiläumsveranstaltungen (2003)
2.
Juni - Rolf Krenzer: Kinder- und Jugendliteratur
7.
Juni - mit Hartmut Schmidt: Reise zur Lotte-Ausstellung
16.
Juni - Erich Schöndorf: "Feine Würze Dioxin"
23.
Juni - Erich Loest zum 17. Juni: "Durch die Erde ein Riss"
1.
Juli - Hartmut Schmidt: "Der politische Goethe"
15.
Juli - Eberhard Betz: "Auch eine Heimkehr"
Abschlußveranstaltung (2004)
Albrecht
Thielmann berichtete vom Rübezahlmythos und erzählte die
Sagen.
Nico Seltmann spielte dazu die Harfe.
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Wir sind seit 25 Jahren eine engagierte Buchhandlung.
Bücher waren für uns nie nur bedrucktes Papier, das verkauft
werden soll, sondern wir setzten uns für Inhalte ein, schufen
Schwerpunkte, luden ein:
- Literaten, die Stellung bezogen, z. B. Adolf Muschg, Martin Walser,
- Kinderbuchautoren wie Hans Georg Noack, Willy Fährmann,
- Wissenschaftler: Udo Pollmer (mit dem Buch" Iß und Stirb"),
- Philosophen, z. B. Peter Sloterdijk und Reiner Funk, den Freund
und Mitarbeiter von Erich Fromm,
- Ökologen.
- Psychologen, z. B. Horst Eberhard Richter,
- Theologen wie Heinz Zahrnt,
- Heimatgeschichtler, z. B. den Landeskonservator Kiesow.
Ein Kripochef (Dieter Schenk) und ein Staatsanwalt (Erich Schöndorf)
lasen aus ihren Büchern.
Zur Frauenbewegung sprach u.a. die Hexenforscherin Annemarie Droß.
Wir organisierten große öffentliche Diskussionen, z. B.
zum Thema "Die Juden sind schuld oder Wie entsteht ein Vorurteil".
Viele heimische Heimatforscher im Dillkreis stellten ihre Arbeiten
in der Buchhandlung vor.
Wir holten den Landesentscheid im Vorlesewettbewerb nach Dillenburg
und organisierten Bücherausstellungen. Wir stellten Kunst in
unseren Räumen aus.
Die Weinproben mit Ökowein wurden in ihrer Beziehung zur Literatur
erörtert oder im Lichte der Ökologie beleuchtet.
Wir haben regelmäßig in der heimischen Presse Neuerscheinungen
vorgestellt und rezensiert.
In den 25 Jahren ergaben sich über 150 Veranstaltungen.
In dieser Tradition stehen auch unsere sechs Veranstaltungen zum Jubiläum,
die das Buch und den Schriftsteller als politischen Menschen vorstellen,
der als Aufklärer in die Gesellschaft hineinwirkt.
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Unsere Jubiläumsveranstaltungen
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Von Heidi zu Pippi Langstrumpf
Vom Struwwelpeter zu den wilden Kerlen
| Montag, 2. Juni, um 20.00 Uhr in der Buchhandlung
Rübezahl |
Unsere Einladung an Pädagogen und Erzieher und Liebhaber von
Kinderbüchern!
Wie
sah man früher, wie sieht man heute das Bild der Kinder?
Unser roter Faden durch alte und neue
Kinder- und Jugendliteratur
- erläutert im Gespräch mit
Rolf Krenzer.
Mit Rolf Krenzer sprechen unsere Mitarbeiter Volkmar Nix, Johannes
Eckert, Amadeus Dworschak, Albrecht Thielmann.
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Reise zur Lotte-Austellung in Wetzlar mit Hartmut Schmidt
| Samstag, 7. Juni, Abfahrt 13.00 Uhr, Weiteres
bitte erfragen |
 Die
Buchhandlung organisiert einen gemeinsamen Besuch im Lotte-Museum
in Wetzlar, um die aktuelle Lotte-Ausstellung zu besichtigen. Hartmut
Schmidt wird uns führen.
Interessenten melden sich bitte in der Buchhandlung Rübezahl.
Dort können Sie auch Ort und Zeit der Abreise erfahren.
Siehe dazu unsere Veranstaltung mit Hartmut Schmidt am 1. Juli:
"Der politische Goethe".
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"Feine Würze Dioxin" von Erich Schöndorf
Lesung - Diskussion
| Montag, 16. Juni, um 20.00 Uhr in der Buchhandlung
Rübezahl |
Erich Schöndorf führte in den achtziger Jahren zehn Jahre
den Prozess gegen die Holzschutzmittelkonzerne. Er lernte die Methoden
einer menschenverachtenden Industrie kennen.
 Nach
diesem Prozess war seine Karriere als Staatsanwalt ohne Zukunft. Zu
hartnäckig hatte er unsaubere Verflechtungen von Staat und illegalen
Praktiken in der Industrie verfolgt. Er quittierte seinen Dienst und
wurde Professor für Umweltrecht.
Er hat über seinen Prozess ein exzellentes Sachbuch geschrieben.
Es heißt: "Von Menschen und Ratten".
Jetzt folgte zur selben Problematik sein Roman: "Feine Würze
Dioxin."
Dieser neue Roman ist ein aufklärender Thriller, wie es in Deutschland
kaum einen zweiten gibt. Der Roman leistet eine präzise Diagnose
unserer zynischen globalisierenden Industriekultur. Der Staatsanwalt
Schöndorf schreibt von Dingen, die unsere Schriftsteller meist
nicht von innen kennen. Es ist ein Buch, dessen Spannung Wissen und
Einsicht schafft und Ansporn zum Handeln gibt.
Zur Zeit wird eine Verfilmung dieses Romans vorbereitet.
Den Erich Schöndorf treibt eine Empörung, die er in eine
Geschichte zu fassen verstand.
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Schwerpunkt unseres Jubiläums:
Deutsche Geschichte in der Buchhandlung Rübezahl
Lesung mit Erich Loest zum 50. Jahrestag des 17. Juni
aus "Durch die Erde ein Riss"
| Montag, 23. Juni um 19.30 Uhr in der Aula der
Stolbergschule |
Lesung mit
Erich Loest zum 50. Jahrestag des 17. Juni
aus "Durch die Erde ein Riss"
Diskussion
von Landrat Dr. Karl Ihmels mit Erich Loest:
"Der bruchstückhafte Weg zur deutschen
Einheit"
Grußwort
durch Bürgermeister Michael Lotz
"Warum
hat die Buchhandlung den Namen Rübezahl?"
von Albrecht Thielmann
Spielleute
werden ihre Musica aus alter Zeit erklingen lassen
 Erich
Loest gehört zu den bekanntesten Autoren im Osten Deutschlands.
Er ist auch der Autor von "Nikolaikirche", dem authentischen
Leibziger Roman über die Wende und der Autor von "Es geht
seinen Gang", dem maßgeblichen Roman über die innere
Befindlichkeit der einstigen DDR. Loest wird aus seiner Autobiographie
"Durch die Erde geht ein Riss" lesen.
Das autobiografische Buch schildert beklemmend ehrlich und offen einen
markanten Teil deutscher Kontinuität und zugleich das ostdeutsche
Sonderschicksal. Loest gehört zur Generation der Hitlerjungen,
die am Kriegsende noch an die Front geworfen wurde; als Werwolf entrinnt
er nur knapp dem Heldentod.
Naivität und Abenteuerlust sind so von diesen bösen Erfahrungen
zerschlissen worden.
Der Drang, nun alles richtig zu machen, trifft mit dem Elan der ersten
Aufbaujahre der DDR zusammen. Als Redakteur der Leipziger Volkszeitung
und Mitglied der SED mischt er sich ins politische Tagesgeschäft.
Als er nach dem Aufstand des 17.Juni rigoros eine Wende zur Demokratisierung
fordert, muss er dafür bitter mit sieben Jahre Zuchthaus in Bautzen
bezahlen, ohne dass seine Mitstreiter ihre Stimme für ihn erheben.
Loest hält die entscheidenden Situationen seines deutschen Lebens
fest, um sie der Erinnerung zu bewahren. Loest gehört zu den
wenigen ostdeutschen Schriftstellern, die sich nicht "wohlsein
ließen im Einvernehmen mit der Macht." Von Loest sind auch
viele Arbeiten durch Verfilmungen im Fernsehen bekannt.
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Hartmut Schmidt "Der politische Goethe"
| Dienstag, 1. Juli um 19.00 Uhr in der Buchhandlung
Rübezahl |
 Hartmut
Schmidt ist durch seine Goethe-Vorträge in Dillenburg bekannt.
Seinen lebendigen Vorträge ist das eigen, was man Esprit nennt.
Mit Witz und großer Kenntnis bewegt er den Klassiker auf seinem
Podest rundherum und betrachtet ihn von hinten und vorne zur allgemeinen
überraschenden Verständlichkeit und oft Vergnüglichkeit.
Der Museumsdirektor Hartmut Schmidt ist durch viele Beiträge
zur Goetheforschung ein ausgewiesener Goethekenner.
Siehe unseren gemeinsamen Besuch im Lotte-Museum in Wetzlar am 7.
Juni unter Führung von Hartmut Schmidt.
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Eberhard Betz liest aus seiner neuen Erzählung "Auch
eine Heimkehr"
| Dienstag, 15. Juli um 20.00 Uhr in der Buchhandlung
Rübezahl |
Wie kann oder soll ein SS- Mann nach dem Krieg mit seinem Brandmal
leben?
 Der
Medizin-Professor im Ruhestand Eberhard L. Betz lebt in Tübingen.
Über 500 wissenschaftliche Veröffentlichungen stammen von
ihm. Sein bekanntestes Werk ist die "Biologie des Menschen"
in der 15. Auflage. Er wuchs in Sechshelden auf und er hat seine Verbindung
zu seinem Heimatdorf immer aufrecht erhalten. Bei uns ist er bekannt
geworden durch seine Romane und Gedichte, die letzteren auch in Mundart.
Das erzählerische Werk von Betz ist meist in unserem heimischen
Raum angesiedelt und ist ein Zeuge für unsere heimische Geschichte.
Erinnert sei an seine Dillenburger (Sechsheldener) Chronik "Bauernkappe
- Fürstenhut" und "Arzt auf dunklem Pfad".
Betz gehörte auch zur Generation der jugendlichen Flakhelfer
und er hat die schmerzhaften Erfahrungen und biografischen Brüche
dieser Generation beschrieben.
Die Erzählung "Auch eine Heimkehr" schildert den Weg
eines Mannes, der unfreiwillig SS-Soldat wird. Wie kann oder soll
der SS-Mann nach dem Krieg mit diesem Brandmal leben?
Betz versteht sich hier als objektiver Chronist einer Tragödie.
Auch in dieser Erzählung hat Betz Ereignisse der Nachkriegszeit
im alten Dillkreis erinnert und festgehalten.
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